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Bikertouren

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Sehenswürdigkeiten im schönen Oberbayern

Diesmal waren wir in unserer „alten Heimat“, wo uns die Luft, die Sehenswürdigkeiten und natürlich die schönen Straßen zum Träumen bringen.

Der Treffpunkt mit unseren Freunden wurde am Parkplatz vom Real in Rosenheim vereinbart. Als alle eingetrudelt waren, hielten wir eine kurze Streckenbesprechung und schon ging´s los. Die Umgehungsstraße Richtung Traunstein fuhren wir bis sie zu Ende war und am Schlossberg gelandet sind. Nachdem wir rechts abbogen, wussten wir, dass die nächste Straße gegenüber der Aral-Tankstelle nach Vogtareuth führt, wo auch unsere Route entlang lief. Da uns  ja bekannt war, dass ein kurzes Stück einige Straßenschäden aufweist, hielt Stefan seine Gashand noch ein wenig zurück. Kurz vor der Ortschaft bogen wir rechts in Richtung Klinikum Vogtareuth ab. Nun bemerkte ich sogar als Sozius, dass Stefan schon durch den Helm grinste, da sich eine breite ausgebaute Strecke vor uns befand. Nach einigen Kreuzungen, die wir überqueren mussten, kam auf unserer rechten Seite das Schild nach Amerang. Brav folgte uns der Rest der Mannschaft.

Angekommen in Amerang machten wir einen Stopp, um uns im Automobil-Museum ein paar Oldtimer anzusehen. Hier muss man einfach mal gewesen sein, um die Gefährte auf zwei und vier Rädern zu bestaunen. Natürlich habe ich für Euch auch Fotos geschossen - ist doch klar.

Nachdem wir aus dem Museum herauskamen, stiegen wir wieder auf unsere Bikes und es ging weiter in Richtung Obing. Auf der Vorfahrtsstraße, durch die Ortschaft Seeon und ab zum Chiemsee. Wir crusten dann am Ufer des Bayerischen Meeres entlang in Richtung Rimsting, wo es dann nur noch ein kleines Stück zu unserem kurzen Zwischenstopp in Prien war. Direkt bei der Anlegestelle der Chiemsee-Schifffahrt ist ein kleiner Kiosk, wo wir beschlossen, etwas Flüssiges zu uns zu nehmen und einfach ein wenig die Aussicht zu genießen. Zum Glück war das Wetter angenehm und nicht zu heiß, sonst wären wir in unserer Motorradkluft noch eingegangen. Einige hatten die Idee, mit dem Schiff auf die Insel zum Schloss zu fahren, aber dafür war leider keine Zeit, wenn wir unsere Tour in einem Tag durchledern wollten. Ich versprach aber, dass wir dann am Abend meine kleine Fotokollektion vom Schloss durchblättern.

Da auch schon langsam unsere Mägen knurrten, beschlossen wir gleich weiter zu düsen, damit wir in unserem geplanten Lokal noch etwas bekommen. Schließlich war es ja auch schon Mittag. Rauf auf den Bock und ab geht`s. Durch die Ortschaft und dann links in Richtung Bernau. Der Beschilderung nach fahren wir weiter nach Aschau im Chiemgau, da wo das Mittagessen bereits auf uns wartete. Nein, nein... so schnell ging das nicht. In Aschau hielten wir erst einmal Ausschau nach den Gasthof Brucker, der sich unterhalb vom Schloss Hohenaschau befindet. Dort parkten wir unsere Motorräder auf dem Parkplatz und suchten uns auf der Terrasse des Gasthofes ein gemütliches Plätzchen aus.

Als jeder sein Essen ausgewählt hatte, ging es an die Bestellung. Ein kräftiger Schluck von unserem Getränk und wir besprachen nun die restliche Tour, die für einen Biker reinen Hochgenuss bedeutet. Jetzt kommen kurvenreiche Straßen, herrliche Ausblicke und natürlich Sehenswürdigkeiten vom Feinsten. Das Essen kam und wir unterbrachen unser Gespräch. Unsere Bäuche haben wir ordentlich vollgeschlagen, so dass eigentlich jeder nach einer Liegewiese Ausschau halten wollte - aber nein - wo bleibt hier das Bikerherz? Bevor uns die Trägheit übermannte, ging es ans Bezahlen und an die Weiterfahrt. Vom Brucker aus folgten wir der gut beschilderten Strecke bis nach Frasdorf. Parallel zur Autobahn führte uns der Asphalt nach Achenmühle, wo es links hinauf auf den Samerberg ging. Diesen Abschnitt über den Samerberg kennt Ihr bereits von der Ausgabe Juli 2010. Es ist eine kurvenreiche, aber neu renovierte Strecke bis nach Törwang, wo sich eine Aussichtskapelle befindet. Kurz ein Foto von der herrlichen Aussicht und weiter auf der Hauptstraße. Irgendwann ist auch jede Straße mal zu Ende, und so auch diese, als das Schild Nußdorf bzw. Neubeuern sichtbar war.

Angekommen in der schönsten Altstadt des Chiemgau – Neubeuern –, hielten wir, um unseren Freunden diese zu zeigen. Jeder einzelne bewunderte die Malerei an den Häusern und staunte nicht schlecht. Stefan schoss noch schnell ein Bild zur Erinnerung und schon crusten wir weiter in Richtung Bad Feilnbach.

Die Strecke ist so gut ausgeschildert, dass man sich überall schnell zurechtfindet. Geschlossen fuhren durch Bad Feilnbach nach Miesbach und bogen dort links ab zum Tegernsee. Dieser Abschnitt hatte Höhen und Tiefen, eine Kurve nach der anderen und führte den größten Teil durch Waldabschnitte. In der Zwischenzeit war es später Nachmittag, als wir das Ortsschild von Gmund am Tegernsee vor Augen hatten. Hier legten wir unseren dritten Stopp ein, um etwas zu Trinken und natürlich den See zu bewundern. Entlang der Seepromenade befindet sich ein Parkplatz, wo wir unsere Bikes in Reih und Glied anordneten, die Helme gut befestigten und einen kleinen Spatziergang am Ufer ins Auge fassten. Mit einer Dose Cola gingen wir ein paar Meter, wo sich Bänke befanden. Wir setzen uns und blickten raus aufs Wasser - einfach nur... uns fehlten die Worte. Nach der Stärkung ging es zurück zum Parkplatz, wo einheitlich beschlossen wurde, dass die restliche Strecke in Einem durchgefahren wird.

Mit einem Schwung auf die Zweiräder  und ab über Warngau bis Weyarn. Wer hier nicht mehr kann, könnte natürlich die Autobahn nach Rosenheim nehmen, aber wir wollten ja schließlich noch ein paar Kurven fahren. Parallel zur Autobahn geht es zum Irschenberg. Am Ende von der Ortschaft Irschenberg merkt man schon was jetzt kommt ­­­– eine Talfahrt vom Feinsten. Die kurvenreiche Strecke führt hinab bis Götting, wo wir dann rechts in Richtung Bad Aibling abbogen. Ab hier ging es relativ gerade, so dass man auch ein wenig Gas geben konnte. In Willing angekommen, stand es noch offen, ob man durch Bad Aibling hindurch fährt oder die Umgehungsstraße benützt. Wir bevorzugten die Umgehung und kamen dann bei einem Kreisel raus, der in vier Richtungen geht. Durch Kolbermoor ging es dann in kürzester Zeit nach Rosenheim, wo wir unser Ziel erreicht hatten.

Solltet Ihr auch einmal diese Tour ausprobieren, aber habt keine Ahnung, wo Ihr einkehren könnt, dann haben wir hier einen guten Tipp für Euch: Schmökert mal auf der Homepage von
www.mehr-als-urlaub.com
Dort befinden sich nicht nur sehr gute Lokale sondern auch Unterkünfte, die zu empfehlen sind.

Schloss Herrenchiemsee Das Automobilmuseum in Amerang Gasthof Brucker in Aschau Die schöne Ortschaft Neubeuern