ON TOUR - Fichtelsee im Fichtelgebirge

Die heutige Tour mit einer Länge von 205 km führt uns zum Fichtelsee. Der Zeitanspruch beträgt ohne Pause ca. 3:15 Stunden. Mit Pause... naja... hängt von Euch ab.
Das Fichtelgebirge ist allemal einen Ausflug wert, obwohl wir hier in Bamberg die Fränkische Schweiz mit nahezu unendlich vielen Tourmöglichkeiten direkt vor der Haus-
tür finden. Manche Biker reisen oft hunderte Kilometer an, nur um hier die oft bizarre Landschaft mit erstaun-
lichen Felsformationen genießen zu können. Nicht zuletzt bietet die fränkische Gastronomie eine reichhaltige und preiswerte Auswahl an Essen und Trinken an.
Doch unser Horizont endet nicht in der Fränkischen Schweiz. Wir wagen uns gerne auch mal darüber hinaus. Vor allem wenn der Weg zum ausgewählten Ziel und auch der Rückweg durch unsere geliebte „Fränkische“ führt! Das gemütliche Cruisen und das Gleiten durch die Landschaft ist hier schon fast ein Muss, wenn man nicht ständig wie hypnotisiert auf den Asphalt starren will, um ja keine Kurve zu verpassen. Und derer gibt es eine ganze Menge. Besonders wenn man etwas kleinere Straßen nutzt. Belohnt wird man für entspanntes Fahren mit einzigartigen Eindrücken dieser wunderschönen Landschaft. Es ist einfach nur Balsam für die Seele.
Unsere Tour zum Fichtelsee beginnt auf dem Parkplatz vor dem Einkaufszentrum MARKET in Hallstadt. Wir fahren die Route gegen den Uhrzeigersinn. Schon nach kurzer Zeit können wir Bamberg in östlicher Richtung verlassen. Dann geht es nach Memmelsdorf und weiter Richtung Litzendorf. Erstes Highlight sind die Serpentinen kurz nach Tiefenellern. Damit gewinnen wir rasch an Höhe und bleiben bis Hollfeld auf der St2281.
In Hollfeld wenden wir uns Richtung SO und fahren nun auf der St2191 bis wir links abbiegen nach Langenloh, wo sich unser erster Halt auf einer großzügig angelegten Parkbucht etwa einen Kilometer nach dieser Ortschaft befindet. Von dort hat man einen phantastischen Blick auf die nahe gelegene Burg Rabenstein.
Nach kurzem Aufenthalt starten wir wieder und kommen kurz darauf bei Schweinsmühle auf die St2185, die wir aber bald darauf wieder verlassen und Richtung Poppendorf weiterfahren. Wir folgen der St2184 und bewegen uns östlich weiter nach Trockau bis Creußen.
Nach Creußen cruisen wir über kleinere Straßen nach NO, bis wir bei Würnsreuth die B22 überqueren. Diese Route führt uns bis Weidenberg, wo ein interessanter Abschnitt beginnt. Es wird bergiger und die Kurven mehren sich, je weiter man auf der St2181 in Richtung Sophienthal, Warmensteinach und Oberwarmensteinach fährt. Diese Gegend ist auch ein bekanntes Skigebiet im Fichtelebirge.
Noch ein paar Kilometer und der Fichtelsee liegt vor uns. Nach einem Umfahren des kleinen Sees sind alle Tourer am Tagesziel angelangt. Das „Waldhotel am Fichtelsee“ scheint zwar recht abgelegen auf der anderen Seeseite, verfügt aber über einen überraschend großen Parkplatz. Hier kann man nun längere Zeit verweilen, sich eine verdiente Brotzeit einverleiben und einfach ein wenig relaxen. Hyperaktiven Mitfahrern bietet sich eine Runde mit dem Tretboot auf dem wildromantischen Fichtelsee an.
Nachdem wieder alle Tourteilnehmer eingefangen sind, brechen wir auf zur Heimfahrt. Ziemlich genau 100 Kilometer haben wir noch vor uns. Auf der B303 geht es westwärts bis Bischofsgrün. Dort ist bei Tourkilometer 115 ein Tankstopp links der Bundesstraße eingeplant. Wenige hundert Meter danach verlassen wir die B303 nach rechts und fahren über Glasermühle und Gottmannsberg bis nach Gefrees.
Nach Gefrees biegen wir links ab auf die B2, die uns auf abenteuerlich gewundener Strecke bis nach Bad Berneck wieder zurück auf die B303 führt. Zur Rechten befindet sich in unmittelbarer Nähe die Autobahnanschlussstelle „Bad Berneck/Hmmelkron“. Wer es nun eilig hat, kann hier einen schnelleren Weg auf der Autobahn nach Bamberg wählen.
Wir wollen aber weiterhin kleinere Straßen nutzen und bleiben noch knapp 2 Kilometer auf der Bundesstraße, bis wir links auf die St2182 kommen. Kurz nach dem Trebgastsee verlassen wir die Straße und fahren rechts über Fohlenhof und Waldau nach Neudrossenfeld. Bei Neuenreuth nehmen wir die St2189 bis Thurnau. Dort machen wir bei Tourkilometer 160 auf dem Marktplatz von Thurnau eine letzte Pause. Hier besteht wiederum die Möglichkeit, für eine schnellere Heimreise die Autobahn zu nutzen: Die A70-Thurnau-West.
Alle Tourer sind sich jedoch einig, dass wir dies meiden und uns weiterbewegen nach Berndorf, Menchau, Leesau, Wonsees, Krögelstein bis Freienfels, wo wir auf die B22 treffen und rechts abbiegen. Belohnt wird diese Entscheidung mit einer kurvenreichen Strecke durch eine fantastische Landschaft. Über Loch, Wiesentfels, Treunitz, Hopfenmühle und Steinfeld stoßen wir schließlich zu einem weiterem Highlight dieser Tour. Vor uns liegt Würgau. Wir befinden uns auf der Höhe des Würgauer Berges und wieder entsteht ein gewisses „Alpenfeeling“, als wir in die nun folgende Serpentinenstrecke einbiegen. Zwar geschwindigkeitsbeschränkt, aber nicht spaßgebremst! Es ist ein unglaublicher Genuss, diesen interessanten Abschnitt der Fränkischen Schweiz mit einem Bike unter dem Hintern talwärts zu fahren. Leider viel zu schnell treffen wir in Würgau ein und haben es nicht mehr weit bis zu unserem Endziel.
Parallel zur Autobahn - auf unserer rechten Seite - fahren wir weiter auf der B22 bis Scheßlitz. Von dort geht es über Straßgiech bis Memmelsdorf. Nur noch ein Schlenker rechts nach Weichendorf und schon ist Gundelsheim in Sicht. Gegenüber dem „Landgasthof Schiml“ stellen wir unsere Bikes auf dem Parkplatz eines Supermarktes ab und begeben uns unverzüglich in den Biergarten. Hier lassen wir diesen schönen Tag bei einer guten Brotzeit ausklingen und freuen uns über diese gelungene Tour. Und wie soll es anders sein? Prompt werden schon wieder Pläne für den nächsten Ausflug geschmiedet. Vor der Tour ist eben nach der Tour.
© 2011-Manfred Siller „BLUESMAN“ (Road Captain der „UHUs“)
Hinweis: Alle von Bluesman geplanten Touren stehen als Download und für Navigationsgeräte bzw. Routenplanungsprogramme kostenlos im „ROUTEN-ARCHIV der UHUs“ zu Verfügung.