ON TOUR - „Auf dem heißen Asphalt des Schwarzwaldes“

Hallo liebe Tourenfreunde! Wieder einmal waren wir für Euch unterwegs und diesmal im Schwarzwald, mit seinen vielen Kurven und Highlights.
Unsere Tour begann bei Freiburg im Breisgau, das ganze bei mittelmäßigem Wetter und die Sonne versuchte sich durch die Wolken zu kämpfen. Also dachten wir uns: Nichts wie rauf auf den „Bock“ und ab in Richtung Schluchsee, bevor das Wetter doch noch umschlägt.
Die Route führte uns über die „L122“ Richtung Bollschweil nach Staufen im Breisgau. Hier kann man gut und zügig durch die Landschaft cruisen.Die Maschine hing für die leicht gängigen Kurven gut am Gas und es ist kein Problem hier auch mal etwas Power zu geben.
Weiter ging es über die Ortschaften Münstertal, Neunweg, Atzenbach, Wehr, bis hin zur imposanten ehemaligen Klosterkirche St. Blasien, wo wir eine Rast einlegten welche wir auch benötigten, denn dieser Abschnitt hatte etwas an unseren Körpern gezehrt. Moped einmal links und einmal rechts werfen verlangt höchste Konzentration, was nichts desto Trotz ein super geiles Feeling für uns war. Man sah es unseren grinsenden Gesichtern an, als wir unsere Helme abnahmen. Nach ca. einer halben Stunde fuhren wir wieder weiter zum Schluchsee, (der einladend aussah, so richtig zum Reinspringen ins kühle Nass). Kaum sind wir im Bärental angekommen, schlug das Wetter um und wir machten eine Zwangsregenpause. Aber siehe da, nach 45 Minuten kam die Sonne wieder durch. Der Wettergott meinte es gut mit uns. Von hier aus ging es dann zurück über die 317 nach Todtnau. Was mussten wir festellen? Hier ist ja richtig was los! Die Pfeffermühle in diesem Ort ist ja eine Bikerhochburg. Wenn wir schon mal hier sind, schoss uns durch den Kopf, dass wir hier eine kleine Rast einlegen könnten. Hier hat sich der Wirt was einfallen lassen. Jeden Tag ein anderes Angebot, dass jedem Biker das Wasser im Munde zusammen läuft. Dieser Bikertreff ist ein Muss, wenn man eine Schwarzwaldtour macht. Hätten wir das nur vorher gewusst. Gerne wäre unsere Crew noch ein wenig geblieben, aber wir hatten ja schließlich noch etwas vor. Es ging weiter über die L126-Muggenbrunn und die L124 nach Hofsgrund. Von da ab ist es für Kurvenfreaks wie uns das Höchste. Hier kann man das Bike in Schräglage richtig ausreizen und die gut asphaltierte „Schauinslandstrasse“ (die heißt wirklich so) gut bewältigen. Das war der erste Tagesausflug mit vielen Eindrücken, als wir in Freiburg in unserer Unterkunft ankamen.
Der zweite Tag begann mit einem guten Frühstück und der Routenanalyse. Wir waren uns einig, dass wir uns ein paar Sehenswürdigkeiten ansehen müssen, die auf der Strecke liegen. Wir schwingten uns in die Ledersättel und los gings nach Kirchzarten und ab durchs Höllental − wenn das Ding schon so heißt dann muss man es auch mal durchqueren. Hier kann die Hügellandschaft mit ihren Wäldern so richtig genossen werden. Es machte richtig Spaß das Motorrad durch die Kurven zu führen und von einer Schräglage in die andere zu kommen.
Beim ersten Stopp nahmen wir eine Tasse Kaffee zu uns und genossen die Aussicht am Titisee. Von da aus führte die Route weiter über Glashütte Richtung Uhrenmuseum, was unsere erste Sehenswürdigkeit darstellte − weiter zu den Triberger Wasserfällen, die wirklich ein Highlight sind − egal aus welcher Position, ob von oben auf der Brücke, oder ob man sich das Ganze mal von unten ansieht.
Hier trafen wir ein paar Einheimische, die uns einen Tipp gaben: „Fahrt doch mal zu der weltgrößten Kuckucksuhr nach Schonach.“ Diesen Rat nahmen wir selbstverständlich an und nach einer kurzen Rast machten wir uns auf den Weg dorthin. Wahrhaftig, das ist ein riesen Ding − ein Haus als Kuckucksuhr. So was sieht man wirklich nicht alle Tage.
Schön langsam machten sich unsere knurrenden Mägen bemerkbar und wir beschlossen in der nächsten Gaststätte zum Futten einzukehren. Also auf in die nächste Ortschaft und ein Wirtshaus stürmen. Bei einer freundlichen Bedienung bestellten wir eine deftige Brotzeit und natürlich ein alkoholfreies Getränk. Wir wollten ja schließlich auch noch weiterfahren. Nachdem wir uns gestärkt hatten, beglichen wir auf´s Schnellste die Rechnung, damit unser Bike nicht länger warten musste − und schon starteten wir auf´s Neue los.
Die Landstrasse war für ein lustvolles Dahingleiten wie geschaffen. Von den Hügeln und Wälder dieser Landschaft waren wir sehr beeindruckt. Ganz zu schweigen von der Fahrbahn, die uns über die wunderschönen berauschenden Hügel führte.
Kurze Rast bei Oberbrechtal. An einer kleinen Einmündung kamen wir mit anderen Bikern ins Gespräch und die verrieten uns, dass wir zwischen Winden und Waldkirchen, in der Ortschaft Stollen doch nach rechts in den Simonswald abbiegen sollten. Da stößt man auf das Gasthaus „Zum Hirschen“, wo man sehr gut essen könne. Da wir aber erst vor Kurzem etwas zu uns genommen hatten, kam uns der Gedanke, dort vielleicht ein Gläschen zu trinken, damit wir uns
einen Eindruck machen können. Selbstver- ständlich studierten wir auch ausgiebig die Karte, die mit herrlichen Speisen ausgestattet war. Das Ambiente des Gasthauses war auch nicht zu verachten.
Die Kurze Rast wurde beendet und somit führte uns die Weiterfahrt über Waldkirch. Als es Richtung Unterkunft ging, fuhren wir nicht über Denzlingen, sondern bogen in Waldkirch ab und nahmen die Nebenstrecke auf St. Peter. Die Landkarte zeigte uns hier eine recht kurvenreiche Asphaltpiste, die unser Bikerherz höher schlagen ließ. Ein schöner Tag neigte sich dem Ende zu und wir kehrten nach Freiburg zurück, wo wir angenehm geschafft in unsere Betten fielen.
Unser Fazit für diese Strecke lautete am nächsten Tag beim Frühstück: „Den Tripp machen wir irgendwann noch einmal.“ Darüber waren sich alle einig. Aber dann bleiben wir gleich ein paar Tage in dem Bikertreff in Todtnau.