Das 1. Tattoo-Studio Rosenheims

In unserer Erstausgabe stellen wir euch das Tattoo & Piercing Studio von Christian Renz (44) vor. Weshalb gerade ihn? Da ich selber etwas „bunt“ bin und mein Tätowierer Jürgen Zink (Pinky) 2004 verstarb, war ich lange auf der Suche nach einem guten, vertrauenswürdigen und professionellen Menschen aus der gleichen Zunft. Das Motiv hatte ich schon, alles was noch fehlte, war der Mann oder die Frau, der/die mir das Motiv in die Haut inkte. Also durchforstete ich das Internet und fragte Bekannte nach einer/m guten Tätowierer/in. Dann bekam ich einen Tipp: „Schau doch mal zu Chris rein.“ Ich also auf nach Rosenheim, rein in den Laden (damals noch in der Steinbökstraße 14) sah mich etwas um und bewunderte seine Arbeiten und Auszeichnungen. Nach einem kurzen Gespräch war mir klar: Das ist die Person meines Vertrauens.
Sein neues Ladengeschäft befindet sich im oberbayerischen Rosenheim in der Samerstraße. Ich steh vor dem Empfangstresen. Links und vor uns hängt eine Bildergalerie mit Arbeiten von internationalen Künstlern aus der gleichen Branche.
Im hinteren Teil des Studios befindet sich der Arbeitsbereich. Er ist groß, hell und wirkt einladend (würde mich am liebsten selbst gleich auf die Bank legen und mir ein neues Motiv eininken lassen).
Chris kommt mir entgegen, wir begrüßen uns und gehen in sein Büro, um das Interview zu beginnen. Meine erste Frage war: „Wie begann denn alles so bei Dir?“ Chris: „Es war anno 1983, ich war gerade mal 17 Jahre alt und wollte ein Tattoo. Es passierte in München, im Tattoostudio Sohne. Dort wurde ich inspiriert und habe mir danach alles selbst beigebracht. Eine offizielle Ausbildung in dieser Branche gibt’s ja nicht. Sprich, ich habe mir mein Hobby zum Beruf gemacht. Die Anfänge begannen im Hobbyraum und durch Mundpropaganda hat sich dann alles so in den Jahren erweitert.“
„Chris, wann hast Du dann Deinen ersten Laden eröffnet, Deine ersten Erfahrungen gemacht mit Kunden?“ „Der erste Laden entstand 1988 und war der erste in Rosenheim. Zwischendurch bin ich öfters im Ausland herumgereist, in Amerika, Europa und ziemlich viel in England. Dadurch habe ich wertvolle Erfahrungen gesammelt, viele interessante, internationale Menschen und bekannte Künstler kennen gelernt. Das war für meinen Lebens- bzw. Arbeitsweg wichtig. Ich war auch auf verschiedenen Conventions und habe dadurch ein paar Auszeichnungen und Pokale gewonnen. Die Zielgruppe hat sich im Laufe der Jahre sehr geändert. Sie kommen aus den verschiedensten Sozialen- bzw. Berufsschichten - vom Arbeiter über Rechtsanwälte bis hin zum Polizisten.“
„Hast Du dich auf irgend eine Richtung vom Stil her spezialisiert?“
„Ja, mich interessierte der „Japanische Stil“, auf den ich mich dann im Laufe der Jahre auch spezialisierte. Das heißt aber nicht, dass ich ausschließlich nur noch solche Sachen steche.“
Es raschelt im Nebenzimmer und die Tür geht auf. Vor uns steht ein bärtiger Mensch mit einem Lächeln im Gesicht. Es ist sein Partner Christoph Leo (33). Er steht jetzt seit fünf Jahren an der Seite von Chris. Ein tiefes „Servus“ kommt mir entgegen und ich erwidere es. Ich wendete mich zu ihm: „Wie kommst Du eigentlich zu Chris?“ Spontan mit einem verschmitzen Grinsen bekam ich als Antwort: „Mit dem Zug.“ Allgemeines Gelächter macht sich bei uns breit. Nicht nur die Stimmung im Studio ist hervorragend, auch die Arbeiten. Hier hat Chris einen wirklich guten und kompetenten Partner gefunden, der was von diesem Handwerk versteht. „Hast Du auch eine gewisse Stilrichtung?“ „Mir liegt das schwarz – grau am Herzen, mit schönen Schattierungen, Verzierungen und Outlines. Dadurch kann man viele Details hervorheben. So, muss jetzt noch was im Laden arbeiten – steht noch ein wenig was an nach dem Umzug.“ und mit diesen Worten verabschiedet er sich von uns.
Zurück zu Chris: „Wie sieht es bei Dir mit Farben und Equipment´s aus?“ Nach einem Schluck Kaffee kommt die Antwort: „Alle Farben bei uns haben EU Zerfitikate. Das Equipment ist bei uns gemischt und wir haben da keinen Favoriten von den Herstellern.“ „Wie steht es um den Piercingbereich?“ Kurzes Räuspern: „Dieser Bereich wird neu aufgebaut und in den nächsten Monaten wieder vermehrt angeboten. Sebstverständlich gibt es hierzu Eröffnungsangebote. Außerdem haben wir noch dieses Jahr vor, einen bekannten Tatowierkünstler einzuladen, der sich dann mit seinen Arbeiten bei uns austoben kann - mit Vorankündigung versteht sich. Wer zu dem Zeitpunkt Interesse hat, kann gerne mal bei uns reinschauen“. Eine letzte Frage noch, Chris: „Liegt Dir noch irgend was am Herzen, was wir noch erwähnen sollten?“ Wie aus der Pistole geschossen kommt: „Ja klar, ich möchte mich noch bei allen langjährigen, treuen und neuen Kunden für ihr geschätztes, aufrichtiges Vertrauen an uns von ganzen Herzen bedanken.“ Auch ich bedanke mich hiermit für die Zeit und dieses Interview mit ihm.
Fazit: Wer ein gutes professionelles Tattoostudio sucht, mit einem Künstler, der auch noch Herz für seine Kunden hat, der ist bei Chris genau richtig. Einen kleinen Ausschnitt seiner Arbeiten findet man unter www.chris-tattoo.de